Einreisebedingungen

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Reise nach Frankreich bis zu einer Dauer von drei Monaten kein Visum. Es reicht ein gültiger oder seit höchstens einem Jahr ungültiger Reisepass bzw. ein vorläufiger Reisepass aus. Ebenso kann mit einem gültigen oder seit höchstens einem Jahr ungültigen oder aber gültigen vorläufigen Personalausweis eingereist werden. Kontrollen an den Grenzen werden stichprobenartig durchgeführt.

Kinder und Jugendliche

Bis zum 26.6.2012 konnten Kinder unter 16 Jahren auch einreisen, wenn sie im Reisepass eines Elternteils eingetragen waren. Die neue EU-Passverordnung schreibt nun allerdings vor, dass sich jeder Reisende mit einem eigenen Dokument ausweisen können muss. Dies schließt somit auch Kinder und Jugendliche ein, für die je nach Alter folgende Dokumente für die Einreise gebraucht werden:

  • Kinder bis einschließlich 12 Jahre: Kinderreisepass
  • Kinder älter als 12 Jahre: Reisepass
  • Für Jugendliche ab 16 Jahre reicht innerhalb der EU auch ein gültiger Personalausweis.

Zollbestimmungen

Für das Reisegepäck sowie für ausschließlich zum Eigenbedarf bzw. zu privaten Zwecken mitgeführte Waren gibt es keine Beschränkungen oder Formalitäten abgabenrechtlicher Art. Als Eigenbedarf wird definiert: 800 Zigaretten oder 400 Zigarillos oder 200 Zigarren oder 1000g Rauchtabak bzw. bei Alkohol: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110Liter Bier. Diese Richtmengen sollten möglichst nicht überschritten werden. Für Reisende unter 17 Jahren existiert jedoch keine Steuerbefreiung für Tabak und Spirituosen. Mitgeführtes Bargeld ab 10.000 Euro muss schriftlich angemeldet werden.

Arbeiten in Frankreich

Zur Einreise wird lediglich ein gültiger Reisepass bzw. Personalausweis benötigt. Selbst bei einem geplanten Aufenthalt von mehr als 3 Monaten bedarf es keiner Aufenthalts-/ Arbeitserlaubnis. Aber innerhalb von 3 Monaten nach Einreise wird zukünftig eine Registrierung bei den Bürgermeisterämtern (mairie)für statistische Zwecke notwendig sein, bei der man eine Bescheinigung erhält. Lässt man sich nicht registrieren, droht ein Bußgeld. Diese Neuregelung gilt aber erst ab Inkrafttreten dieser. Auf der Homepage der Deutschen Botschaft Paris (www.paris.diplo.de) findet man Hinweise dazu.

Wer sich länger als drei Monate in Frankreich aufhält, muss eine Krankenversicherung nachweisen und entweder einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder ein Studium absolvieren sowie über ausreichende finanzielle Mittel zum Existenzsicherung verfügen bzw. einen Familienangehörigen haben, der diese Bedingungen erfüllt. Nach 5- jährigen Aufenthalt kann das Recht auf Daueraufenthalt erworben werden.

Jeder deutsche Staatsangehörige hat das Recht, in Frankreich zu arbeiten. Automatisch unterliegt man beim Nachgehen einer beruflichen Tätigkeit in Frankreich dem französischen Sozialversicherungssystem. Vom Arbeitgeber werden Sie bei der staatlichen Krankenversicherung angemeldet.

Medizinische Hinweise

Impfungen

Es sind keine besonderen Impfungen für die Einreise nach Frankreich vorgeschrieben. Bei Reisen zwischen April und Oktober in den Elsass bzw. in die Rheinebene ist eine Impfung gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) empfehlenswert. Für Reisen an die Mittelmeerküste und auf Korsika wiederum wird ein Impfschutz gegen Hepatitis A empfohlen.

Medizinische Versorgung

In Deutschland gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf Behandlung bei Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern, die vom ausländischen, gesetzlichen Versicherungsträger zugelassen sind. Die europäische Krankenversicherungskarte EHIC oder eine Ersatzbescheinigung, die beide bei der jeweiligen Krankenkasse erhältlich, ist dabei vorzulegen. Nützlich ist zudem eine Auslandsreise-Krankenversicherung, die im Bedarfsfall Risiken abdeckt, die die gesetzlichen Krankenkassen nicht übernehmen, wie beispielsweise einen Rücktransport nach Deutschland.

Währung

Währungseinheit in Frankreich ist der Euro (=100 Cent).